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Elektroinstallation

Elektrotechnische Grundbegriffe
Was ist das: Strom?
Die Elektrizität – meist als elektrischer Strom bezeichnet – wird in Kraftwerken, die Kohle, oder Gas verbrennen, in Wasserkraftwerken oder in Atomkraftwerken erzeugt und über ein europäisches Verbundnetz mittels der bekannten Überlandhochspannungsleitungen zu Transformatorstationen befördert.

Das Foto zeigt eine Steckdose.

Das Foto zeigt eine Steckdose.

Dort wird die Elektrizität auf die verbrauchergerechte Spannung von 230/400 Volt herabtransformiert und über Erdkabel vereinzelt auch noch mittels Freileitungen dem meist im Kellergeschoss eines Hauses installierten Hausanschlusskasten zugeführt. Von dort aus führt die Hauptleitung zu den Hauptsicherungen und über den Zählerschrank zum Stromverteiler, wo meist auch die Wohnung- oder Haussicherungen untergebracht sind. Für jeden Stromkreis in Haus oder Wohnung ist eine Sicherung vorhanden. Der Stromkreis führt zu den Schaltern, den “ortsfesten Verbrauchern” wie beispielsweise Lampen und den Steckdosen. An den Steckdosen werden die ortsveränderlichen Verbraucher” angeschlossen. Im Umgang mit elektrischen Verbrauchern treffen wir immer wieder auf die Zeichen für Volt Ampere Ohm und Kilowatt.

Diese Begriffe sind leicht erklärt: Die Spannung wird in Volt (V) gemessen und mit “U” bezeichnet. Sie stellt den Druck dar, mit dem der Strom vom Kraftwerk durch die Leitungen 6 fließt, ähnlich dem Druck in einer Wasserleitung, wo Wasser nur fließen kann, wenn Druck vorhanden ist.

Die Stärke des Stroms, gemessen in Ampere (A) und mit “I” bezeichnet, ist die Menge der durch die Leitung fließenden Elektrizität innerhalb einer bestimmten Zeit. Bei einem Wassernetz entspricht dies der gezapften Literzahl pro Zeiteinheit. Und um nochmals mit dem Wassernetz zuvergleichen: Kein Wasser fließt, wenn der Wasserdruck nicht ausreicht oder der Hahn geschlossen ist. Nur wenig Wasser fließt, wenn der Widerstand im Netz zu groß ist. Auf den Strom übertragen: Er fließt nicht, wenn kein Verbraucher angeschlossen ist. Nur wenig Strom fließt, wenn die Spannung (der Druck) gering ist. Und schließlich fließt umso mehr Strom, je geringer der Widerstand im Stromkreis ist.

Der elektrische Widerstand wird in (Ohm) gemessen und mit “R” bezeichnet. Ein dünner Draht setzt dem Strom mehr Widerstand entgegen als ein dicker. Bei Glühlampen oder Kochplatten wird der Widerstand zur Erzeugung von Licht oder Wärme ausgenutzt. Für die Bemessung der Leitungsquerschnitte aber spielt der elektrische Widerstand eine nicht minder große Rolle: Erwärmung in der häuslichen Stromleitung ist nicht gerade erwünscht.

Wir unterscheiden Wechsel- und Gleichstrom. Wechselstrom liegt mit 230V- an unseren Steckdosen an. Mit Gleichstrom werden beispielsweise Spielzeugeisenbahnen angetrieben. Dafür wird Wechselstrom beispielsweise heruntertransformiert und auf 12V gleichgerichtet.
Mit Watt (W) wird die Elektrizitätsmenge bezeichnet, die ein Gerät oder eine Lampe verbraucht. 1000 Watt werden kurz als ein Kilowatt (kW) bezeichnet.

Die Einheit der Frequenz (nach H. Hertz ist Hz = 1 Schwingung pro Sekunde. Der Wechselstrom in unseren Netzen hat die Frequenz von 50Hz. Das bedeutet: Strom und Spannung führen in 1 Sekunde 50 volle Schwingungen aus. Folglich wechseln sie in 1 Sekunde ihre Richtung 100 mal.


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