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Wellness für die Bausubstanz – Verbund-Abdichtung als Dampfsperre

München/Iserlohn – Die boomende Wellness-Kultur bietet viele neue attraktive Anwendungen für Fliesen und Naturstein. Doch Dampfbad und Kaldarium stellen wie auch manche Industrieanlagen (z. B. Brauereien, Großküchen oder Autowaschstraßen) hohe Anforderungen an die Belagskonstruktion, denn in diesen Bereichen herrschen hohe Raumtemperaturen in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Deshalb gilt es, die Bausubstanz vor Schäden durch das Eindringen von Feuchtigkeit in dampfförmigem Aggregatzustand – die feucht-warme Luft strebt einen Ausgleich mit der kühleren und trockeneren Luft in angrenzenden Räumen an – zu schützen. Mit Schlüter-KERDI-DS wird in München erstmals eine Verbund-Abdichtungsbahn für Fliesenbeläge vorgestellt, die zugleich als wirkungsvolle Dampfsperre fungiert .

Verbund-Abdichtung als Dampfsperre
Verbund-Abdichtung als Dampfsperre
Bisher stehen Planer und Verarbeiter in Wellnessbereichen häufig vor einem Dilemma, da die bisher am Markt befindlichen Dampfsperrbahnen für die direkte Belegung mit Fliesen nicht geeignet sind.Die neue Schlüter-KERDI-DS löst diese Probleme als Verbundabdichtung mit einem SD-Wert von > 100 m. Dieser besagt, dass die Bahn bezogen auf Wasserdampf eine Sperrfunktion aufweist, wie sie eine 100 Meter breite Luftschicht besitzt. Bauphysikalisch gilt dies als Dampfsperre. KERDI-DS ist eine innovative Weiterentwicklung der seit 1987 in der Praxis bestens bewährten bahnenförmigen Verbundabdichtung Schlüter-KERDI, deren bauamtliche Zulassung für alle Belastungsbereiche durch ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis belegt ist. Auch bei der neuen Schlüter-KERDI-DS handelt es sich um eine Polyethylen-Bahnenware im typischen Schlüter-Orange, die zur Verankerung im Fliesenkleber beidseitig mit einem Vlies versehen ist.

Die neue Abdichtungsbahn ist jedoch etwa doppelt so stark und mit speziellen Additiven ausgerüstet, die eine dampfsperrende Wirkung sicherstellen
Verlegt wird die Bahnenware in einem hydraulisch abbindendem Dünnbettmörtel (Zahnung: 3×3 oder 4×4), in den Schlüter-KERDI-DS vollsatt eingedrückt wird, so dass über das sich verankernde Vlies ein optimaler Haftverbund erreicht wird. Aufgrund der größeren Materialstärke empfiehlt es sich, die einzelnen Bahnen stumpf gestoßen zu verlegen. Die Stöße werden mit dem Abdichtungsband Schlüter-KERDI-KEBA in der Mindestbreite von 125 mm überklebt. Doch auch eine Überlappung von mindestens 5 cm ist zulässig. Als Kleber in den Stoß- und Anschlussbereichen ist der zum System gehörende Dichtkleber Schlüter-KERDI-COLL zu verwenden.

Schlüter-KERDI-DS besitzt die bauaufsichtliche Zulassung für die Belastungsklassen A und C. Das Produkt ist somit auch für den Einsatz im gewerblichen Bereich mit chemischer Belastung zugelassen
Die schnelle Verarbeitbarkeit des Materials ohne lange Wartezeiten zwischen den einzelnen Arbeitsschritten sowie die ergänzenden Systemartikel von der Rohrmanschette bis zum Bodenablauf KERDI-DRAIN stellt der Iserlohner Hersteller als weitere Pluspunkte dar. Damit bietet Schlüter-Systems dem Planer und dem Verarbeiter eine maßgeschneiderte Systemlösung für alle Abdichtungsaufgaben in Verbindung mit Fliesenbelägen.

Quelle: Schlüter-Systems KG , Schmölestraße 7, 8640 Iserlohn, http://www.schlueter.de/


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