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Heizöltanks austauschen

Heizöl ist nicht nur ein bewährter und gern genutzter Energieträge, Heizöl ist gleichzeitig ein wassergefährdender Stoff. Deshalb müssen Heizölverbraucheranlagen sehr hohen Sicherheitsansprüchen genügen. Ihr Betrieb unterliegt den Bestimmungen des Wasserhaushaltsgesetzes in Verbindung mit der entsprechenden Anlagenverordnung. Unter besonderen Voraussetzungen kann auch noch die Prüfpflicht eines Sachverständigen erforderlich sein.

Oberirdisch oder Unterirdisch

Foto : Frank Biermann


Foto : Frank Biermann Heizöltanks aus Kunststoff


Um Heizöl zu lagern benötigt man zwingend einen Heizöltank. Für die unterschiedlichen baulichen Gegebenheiten stehen verschiedene Öltanksysteme zur Verfügung, wobei zwischen Unterirdischer und oberirdischer Lagerung unterschieden wird. Unterirdisch gelagerte Heizöltanks sind ganz oder zum Teil in die Erde eingelassen. Diese Variante wird meist dann genutzt, wenn die Kellerräume im Haus zu klein für einen Heizöltank sind oder die vorhandenen Räumlichkeiten anderweitig genutzt werden. Dagegen bezeichnet man die im keller aufgestellten tanks als oberirdische Systeme.

Der Anlagenbetreiber haftet immer

Als Betreiber oder Inhaber solcher Tankanlagen haftet der Besitzer für Umweltschäden, die eventuell durch eine Heizöltankanlage entstehen. Das bezieht sich sowohl auf Gewässer- und Bodenverunreinigungen an fremden Eigentum wie auch in Bezug auf die fälligen Sanierungen und deren Kosten. Dies gilt auch ohne eigenes Verschulden. Hinzu kommt noch, dass der Inhaber sich unter Umständen strafbar macht und mit entsprechenden Sanktionen rechnen muss. Derartige Schäden können also mit erheblichen finanziellen Kosten verbunden sein. Ein älterer, nicht gewarteter, Heizöltank ist nichts anderes als eine tickende Zeitbombe wenn man sich vor Augen hält, dass schon ein einziger Liter Heizöl bis zu 1 Million Liter Wasser verunreinigen kann.

In der Zwischenzeit wurden die gesetzlichen Vorschriften zum Betrieb von Heizöltankanlagen neu gefasst und weiter verschärft. So müssen zukünftig Energiespeicher (Heizöltankanlagen) mit einem Fassungsvolumen von mehr als 1000 Litern einmalig vor Inbetriebnahme von einem Sachverständigen überprüft werden. Übersteigt das Fassungsvolumen 5000 Liter gelten weitere verschärfte Maßnahmen, gesetzliche Bestimmungen zum Brandschutz kommen noch hinzu.

Regelmäßige Kontrollen sind wichtig

Sie sollten daher unbedingt regelmäßige Funktions- und Sichtkontrollen an Ihren Heizöltanks durchführen. Dazu gehört nicht nur die Suche nach einem Loch im Tank, sondern auch die Überprüfung der heizölführenden Rohrleitungen, inklusive der Entlüftungs- und Befüllleitungen auf Dichtheit. Dabei ist zu beachten, dass unterirdisch verlegte ölführende Leitungen mit einem Schutzrohr ausgestattet oder doppelwandig sein müssen. Überprüfen Sie den Auffangraum auf Setzungen und Risse, fehlende oder beschädigte Beschichtungen. Lassen Sie Grenzwertgeber, die vor 1984 eingebaut wurden, austauschen, neuere Grenzwertgeber bieten eine verbesserte Funktionssicherheit. Als Betreiber sollten Sie immer die Befüllung des Heizöltanks überwachen.

Gehen Sie auf Nummer sicher

Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie bei Problemen mit oder Arbeiten am Heizöltank immer auf Nummer sicher gehen und ausschließlich Fachbetriebe mit der Ausführung von Arbeiten beauftragen. Auch alte Tankanlagen dürfen durchaus, sofern sie einwandfrei sind, weiter betrieben werden. Bei der kleinsten Unsicherheit sollten Sie jedoch unbedingt auf Nummer sicher gehen und die Heizöltanks austauschen. Alles andere ist an der falschen Stelle gespart.


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