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Heizkessel für Hackgut für klimafreundliche Wärmeerzeugung

Bunkerbefüllsysteme für eine optimale Nutzung des Hackgut-Lagerraums

(mpt-12/239). Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu beenden, ist das Ziel vieler Immobilieneigentümer. Eine attraktive Ausweichmöglichkeit bieten heute Biomasseheizungen, allen voran Hackschnitzelkessel. Diese Brenner verwerten Holzreste aus dem Wald, die sich anderweitig nicht einsetzen lassen. Dazu zählen zum Beispiel Baumwipfel, Sägewerksabfälle oder dünne Zweige und Äste. Diese Resthölzer werden mit entsprechenden Maschinen zerkleinert, so dass sie sich gut lagern und über entsprechende Fördersysteme in den Hackschnitzelbrenner transportieren lassen.

Baumwipfel, Äste und Co. zum Heizen verwerten

Hackgut-Heizkessel verwerten zu Hackschnitzeln verarbeitete Holzreste und bieten damit eine günstige Möglichkeit zum Heizen mit Biomasse. Foto: djd/Fröling Heizkessel- und Behälterbau
Hackgut-Heizkessel verwerten zu Hackschnitzeln verarbeitete Holzreste und bieten damit eine günstige Möglichkeit zum Heizen mit Biomasse. Foto: djd/Fröling Heizkessel- und Behälterbau

Bei der Verwertung des Hackguts spielt die Effizienz der eingebauten Brenner eine wichtige Rolle. Je besser der Brennwert ausgenutzt wird, desto höher ist die Energieausbeute und desto günstiger fallen auch die Kosten für die Beschaffung des nachwachsenden Rohstoffs aus Holzresten aus. Mit an die 95 Prozent Wirkungsgrad liefern etwa die Anlagen von Fröling eine gute Wärmeausbeute. Entscheidend hierfür ist eine hoch entwickelte technische Ausstattung der Heizanlagen. Sie stellen sich zum Beispiel automatisch auf die Qualität des Brennstoffs ein, die gerade bei Hackschnitzeln je nach verarbeiteten Holzarten und Restfeuchte schwanken kann. Wichtig ist dafür die Regelung der Zufuhr von Sauerstoff über die Luft, die unter anderem von einer Lambdasonde im Brenner die nötigen Informationen erhält. Der Verbrauch an elektrischer Energie liegt ebenfalls sehr niedrig, was weiter zur Senkung der Energiekosten beiträgt. Je besser die Verbrennung geregelt ist, desto geringer fällt auch der Schadstoffausstoß der Kessel aus. Der Betrieb der modernen Hackgut-Heizanlagen ist komfortabel, da Asche und Brennrückstände automatisch aus dem Kessel ausgetragen und in einem Behälter gesammelt werden. Nur die Leerung der Asche muss der Betreiber übernehmen, sobald der entsprechende Behälter gefüllt ist. Bei Bedarf können die Hackschnitzelanlagen auch mit Pellets betrieben werden.

Hackgut benötigt Lagerfläche

Für die Lagerung von Hackschnitzeln muss Raum vorhanden sein. Zumeist werden dafür vorhandene Keller genutzt. Wo dies nicht möglich ist, bieten separat im Grundstück eingebaute Bunker eine Alternative. Informationen zur Planung der benötigten Brennstoffmengen, die auch von der Qualität der bezogenen Hackschnitzel abhängen, gibt es im Internet auf der Homepage der Bayerischen Forstverwaltung (www.forst.bayern.de). Um das Lager möglichst optimal zu befüllen, gibt es spezielle Bunkerbefüllsysteme.

Bunkerbefüllsysteme nutzen den Lagerraum bestmöglich

Entscheidend für die optimale Befüllung des Lagerraums ist, dass es keine toten Winkel im Raum gibt. Die Verteilung der Hackschnitzel erfolgt daher mit einer sogenannten Schleuderscheibe. Wie der Name schon sagt, schleudert sie das Hackgut in den Lagerraum und vermeidet so, dass sich unterhalb der Einfüllöffnung ein Haufen bildet und die weitere Raumbefüllung erschwert. Die Schleuderscheibe muss eine große Wurfweite besitzen und nach rechts sowie links drehen können, um alle Raumecken optimal mit Hackgut zu befüllen. Zur Schleuderscheibe gelangt das Hackgut über eine Förderschnecke. Diese sollte einen großen Rohrdurchmesser besitzen, damit es nicht zu Verstopfungen durch das grobkörnige Hackgut kommen kann. Zum Einfüllen der Hackschnitzel in die Förderschnecke wird eine sogenannte Schüttgosse genutzt. Mit Schnellverschluss und Rädern versehen, ist die Schüttgosse flexibel einsetzbar und transportabel.

Um die Hackschnitzel aus dem Lagerraum zum Brenner zu befördern, nutzt man Raumaustragungssysteme, in der Regel mit Torsions-Rührwerk oder mit einem Federblatt-Rührwerk. Wer mehr über die Lagerung und Nutzung von Hackgut erfahren möchte, findet auf (http://www.froeling.com/) viele weitere Informationen.


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