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Fertigparkett verlegen

Auf welchem Untergrund kann Fertigparkett verlegt werden?

Voraussetzung, laut Din 18356 Parkettarbeiten, für die Parkettverlegung ist ein trockener, sauberer und ebener Untergrund. Estriche, Keramik- und Marmorböden oder Kork sowie Kunststoffbeläge, Ljnoleum, Spanplatten, Holzfußböden, Nadelvlies sind geeignet.

Das Foto zeigt ein Parkettboden.


Das Foto zeigt ein Parkettboden. Das Foto zeigt ein Parkettboden.

Vor der Parkettverlegung muss der Feuchtegehalt gemessen und die Grenzwerte nicht überschritten werden. Eine Dampfbremse, welche auf den Untergrund verlegt wird, schützt das Fertigpakett gegen Feuchtigkeit aus dem Untergrund.

Eine 0,2 mm dicke, diffusionshemmende und altersbeständige PE –Folie eignet sich hierfür. Um ein Entweichen der Restfeuchte zu gewährleisten, wird die Folie wannenartig und mit ca. 20 cm Überlappung verlegt. Bei unelastischen Untergründen, wird zusätzlich eine 2 mm dicke PE-Hartschaumunterlage auf Stoß über die Folie als Trittschalldämmung verlegt.

Hinweise allgemein:

Mittels Spritzflasche wird geeigneter Holzleim angegeben. In der Stirnseitennut geben Sie ohne Unterbrechung des Leimstrangs Leim an. Leim in den Längsseiten werden in Abschnitten angegeben. Am Kopfende wird mit einem 10 cm durchgehenden Leimstrang begonnen. In 50 cm Abständen wiederholen Sie den Vorgang bis zum Nutende.

In Richtung des Lichteinfalls sollte die Fertigparkettverlegung erfolgen. Da Holz quellt und schwindet, berücksichtigen Sie eine Randfuge von mindestens 10 mm. Fußbodenleisten verdecken dann die Fuge.

Um eine beschwerliche Verlegung der letzten Dielenreihe auszuschließen, vermessen Sie den Raum und rechnen die Breite der letzten Dielenreihe aus. Ist die Reihe schmaler als 50 mm oder ein leichtes Einfügen beeinträchtigt, dann passen Sie die Breite der ersten und letzten Diele aufeinander ab.

Verlegeempfehlung:

Beginnen Sie bei der Verlegung mit der Nutseite zur Wand. Verwenden Sie in allen Dielenreihen Keile zur Dehnungsfugenfixierung von mindestens 10 mm.

Meistens muss die letzte Diele der ersten Reihe gekürzt werden. Markieren Sie eine Schnittlinie mindestens 10 mm jenseits des Dielenendes der zuletzt verlegten Diele. Kappen und passen Sie das Endstück ein. Mit einem Keil wird die Diele probeweise fixiert.

Nachdem Sie Endstück und Keil wieder entfernt haben, geben Sie einen Leimstrang auf die Nutwange der Stirnseitennut. Mittels Zugeisen setzen Sie das Endstück ein und prüfen die Passgenauigkeit.
Mit dem mindestens 40 cm langen Reststück beginnen Sie die nächste Reihe.

Die nachfolgenden Dielenreihen verlegen Sie entsprechend. Hammer und Schlagklotz benutzen Sie zum Zusammenfügen.
Bei Vorhandensein von Rohren oder anderen fest verbundenen Gegenständen, markieren Sie die Stelle auf dem Parkett und messen den Abstand zwischen Rohrmitte und Dielenrand.

Das Loch kann ausgebohrt werden. Der Durchmesser muss ca. 15 mm größer sein als der Rohraußendruchmesser. Mittig durch die ausgebohrte Öffnung sollte der Sägeschnitt verlaufen.

Mit Holzleim wird das ausgesägte Kurzstück am Kopfende der Diele verbunden. Die Dehnungsfuge um das Rohr kann mittels Rosette abgedeckt werden.

Türzargen müssen eventuell gekürzt werden. Normalerweise wird aber Parkett um die Zarge herum gelegt. Hier ist jedoch auf eine Dehnungsfuge zu achten.

In der letzten Reihe muss die Breite dem Wandverlauf angepasst werden. Übertragen Sie mit einem Stift die Wandkontur auf die Dielenreihe und schneiden der Markierung nach ab. Berücksichtigen Sie eine Dehnungsfuge. Die passende Dielenreihe kann verleimt und verlegt werden.

Nach einer Leimbindung von mindestens 12 Stunden können Sie die Keile entfernen.

Nun können die Fugen mit Abschlussprofilen, Sockelleisten oder ähnlichen verdeckt werden.

Gastartikel von: Pedro Vogler


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