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Das Kraftwerk im Keller

Intelligente Energieversorgung: Wärme fürs Haus und Strom fürs Netz

Nachdem die Politik den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen hat, geht es nun vor allem um die Frage, wie der Atomstrom ersetzt werden kann. Mit einem außergewöhnlichen Plan wartet zum Beispiel der Hamburger Ökostrom-Anbieter LichtBlick auf. Er plant keine riesigen Windparks oder Solaranlagen – stattdessen sollen viele Tausend Haushalte und Gebäude mit hocheffizienten Minikraftwerken ausgestattet und virtuell zu einem Großkraftwerk vernetzt werden.

Die Wärme bleibt beim Kunden

Die Energieversorgung der Zukunft: Langfristig soll ein Schwarm von 100.000 ZuhauseKraftwerken bundesweit vernetzt und intelligent gesteuert werden. 	Die Energieversorgung der Zukunft: Langfristig soll ein Schwarm von 100.000 ZuhauseKraftwerken bundesweit vernetzt und intelligent gesteuert werden. Foto: djd/LichtBlick AG
Die Energieversorgung der Zukunft: Langfristig soll ein Schwarm von 100.000 ZuhauseKraftwerken bundesweit vernetzt und intelligent gesteuert werden. Die Energieversorgung der Zukunft: Langfristig soll ein Schwarm von 100.000 ZuhauseKraftwerken bundesweit vernetzt und intelligent gesteuert werden. Foto: djd/LichtBlick AG

Herzstück dieses vom Autokonzern Volkswagen exklusiv für den Anbieter produzierten „ZuhauseKraftwerks“ ist ein mit Erdgas betriebener Zweilitermotor. „Den vom Minikraftwerk erzeugten Strom speisen wir in das öffentliche Netz ein, die Wärme wird gespeichert und bleibt für Heizung und Warmwasser bei unseren Kunden“, erläutert Dr. Christian Friege, Vorstandsvorsitzender von LichtBlick, das Prinzip. Gesteuert werden die Anlagen per Mobilfunk aus der Firmenzentrale in Hamburg. Sie werden vor allem dann eingeschaltet, wenn aufgrund von Flaute und Bewölkung nicht ausreichend Wind- und Sonnenstrom verfügbar sind. So tragen die Minikraftwerke zu einer verlässlichen Versorgung mit Ökostrom bei.

100.000 „ZuhauseKraftwerke“ als Ziel

Bis August 2011 wurden die ersten 200 Anlagen in Hamburg und Berlin installiert. Langfristig will der Ökostrom-Anbieter aus Hamburg einen Schwarm von 100.000 „ZuhauseKraftwerken“ bundesweit vernetzen und intelligent steuern. Sie sollen eine gebündelte Leistung von 2.000 Megawatt erzielen und damit die Kapazität von zwei Kernkraftwerken ersetzen. „Die dezentrale, saubere und effiziente Energie aus unseren Minikraftwerken ist eine zukunftsfähige Alternative zu Atom- und Kohlestrom“, betont Dr. Friege.

Die Bereitstellung des Kraftwerks im Keller ist ab 5.000 Euro möglich. Der Energieversorger mietet den Heizungsraum, betreibt die Anlage, übernimmt den Gaseinkauf und alle Serviceleistungen. Der Kunde zahlt neben einer Grundgebühr nur die verbrauchte Wärme. Im Gegenzug bekommt er einen Bonus für den erzeugten Strom und eine Kellermiete. Unter www.lichtblick.de gibt es mehr Informationen.


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