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Cellulose: klimafreundliche Dämmung aus Altpapier

So werden die Nachrichten von gestern zur Dämmung von morgen

(mpt). Auch als Baumaterial und Dämmstoff und nicht nur zur Sicherung unserer Energieversorgung werden Rohstoffe aus nachwachsender Erzeugung heute eingesetzt. Für ihre Verwendung gibt es gleich mehrere Gründe. Dämmungen aus nachwachsenden Rohstoffen sind umweltfreundlich und klimaneutral, zugleich schaffen sie ein angenehmes Klima in den Innenräumen und sind wohngesund.

Alte Zeitschriften als umweltgerechte Dämmung verarbeiten

Dämmungen aus Cellulose werden durch Einblasen über einen Schlauch eingebaut. So fällt keinerlei Verschnitt auf der Baustelle an. Foto: djd/Climacell
Dämmungen aus Cellulose werden durch Einblasen über einen Schlauch eingebaut. So fällt keinerlei Verschnitt auf der Baustelle an. Foto: djd/Climacell

Aus wiederverwertetem Zeitungspapier werden zum Beispiel Cellulosedämmungen hergestellt. Holz, der Hauptrohstoff für Papier, ist demzufolge die Grundlage der Cellulosedämmung. Doch für die Herstellung der Fasern aus Cellulose wird kein einziger Baum gefällt, sondern es werden nur alte Zeitungen und Zeitschriften eingesetzt. Damit die Qualität der Fasern stets gleich hoch bleibt, verwenden Cellulose-Spezialisten wie Climacell nur die Papier-Restrollen, die in der Druckerei übrig bleiben, sowie die Zeitungen, die nicht verkauft wurden und ungelesen an die Verlage zurückgehen.

Die Cellulosefasern halten während ihrer Nutzungszeit das CO2 fest, das die Bäume während ihrer Lebenszeit aus der Luft gebunden haben und speichern. Sie schonen auf diese Weise das Klima. Wenn die Cellulosedämmung eines Tages nicht mehr gebraucht wird, ist sie auch in der Entsorgung unproblematisch, denn sie kann einfach zu Kompost verrotten. Andere Dämmungen wie Mineralwolle müssen dagegen aufwändig endgelagert werden, da sie als Sondermüll gelten. Abfall aus Zuschnitten gibt es bei der Cellulosedämmung nicht, denn die Fasern werden über ein Gebläse aus einem Transportfahrzeug direkt über eine Schlauch zum Einsatzort geblasen. Diese Verarbeitungstechnik sorgt zudem dafür, dass die Dämmung keine Lücken oder Spalten aufweisen kann.

Gesundes Wohnklima mit einer Dämmung aus Cellulose

Bauphysikalisch ist Cellulose ebenfalls mit für ein gutes Raumklima verantwortlich. Sie gleicht die Feuchtigkeit in der Raumluft aus, indem sie in ihren Fasern Wasser speichern und wieder abgeben kann, wenn die Luft trockener ist. Als Wärmeschutz in der warmen Jahreszeit sorgt eine Cellulosedämmung dafür, dass in den Dachzimmern fühlbar angenehmere Temperaturen herrschen, wenn die Sonne auf die Dachflächen brennt. Wer mehr über die umweltfreundliche Dämmung erfahren will, erhält unter www.climacell.de weitere Infos zu Herstellung, Verarbeitung und zum Klimaverhalten von Cellulosedämmungen.


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