Wohnen Heizen Solarenergie Energiesparen Forum Fliesen & Bäder Anleitungen

Bilderrahmen im Badezimmer

Welche Befestigungstechnik und welches Material ist zu empfehlen?

War früher das Badezimmer lediglich ein Ort, der für die tägliche Hygiene genutzt wurde, haben sich die Ansprüche in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt – eine kleine Wellnessoase soll es sein, in der man entspannen und den Stress des Alltags hinter sich lassen kann. Wer sich sein Badezimmer individuell gestalten möchte, wird früher oder später auch mit dem Gedanken spielen, seine eigenen Bilder an die Wände hängen zu wollen – prinzipiell kein Problem, jedoch muss bedacht werden, dass im Badezimmer mitunter eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, weswegen bei der Auswahl der Materialien etwas aufgepasst werden muss.

Das Material

Das Foto zeigt einen Kunststoffrahmen
Das Foto zeigt einen Kunststoffrahmen

In der Regel können Bilderrahmen aus Holz, Metall, Kunststoff, Plexiglas oder Sicherheitsglas im Handel aber auch in Onlineshops wie Rahmendirekt erworben werden, und grundsätzlich eignet sich jedes dieser Materialien für den Einsatz in Feuchträumen. Wer einen Bilderrahmen aus Metall nutzen möchte, sollte darauf achten, dass die Metalloberfläche lackiert ist, damit weder Rost noch Verfärbungen eine Chance haben, und wer auf Holz zurückgreifen will, darf auf eine Imprägnierung der Oberfläche nicht verzichten, damit keine Feuchtigkeit in das Holz eindringen kann. Wer auf eine Imprägnierung verzichtet, geht nicht nur das Risiko ein, dass sich der Bilderrahmen auf Dauer verzieht, gravierender ist, dass das unbehandelte Holz auch schnell von Schimmelpilzen befallen werden kann, die der Gesundheit schweren Schaden zufügen können. Die anderen Materialien sind relativ unkritisch und können ohne weitere Behandlung in Feuchträumen eingesetzt werden, wobei es sinnvoll ist, die Hinterseite der Bilderrahmen in regelmäßigen Abständen zu reinigen, um möglichen Schimmelsporen keine Chance zu lassen, sich ausbreiten zu können.

Das Bild vor Feuchtigkeit schützen

Auch wenn das Glas des Bilderrahmens das eingelassene Bild zuverlässig vor Spritzwasser schützen kann, muss bedacht werden, dass der Rahmen das Bild in der Regel nicht luftdicht verschließt, weswegen die Luftfeuchtigkeit auf Dauer das eingelassene Bild beschädigen kann. Zwei Möglichkeiten stellen sicher, das Bild vor dem Wasserdampf zu schützen, die beide ihr Vor- und Nachteile haben: Entweder die Oberfläche des Bildes wird laminiert, oder der Bilderrahmen wird nach Einlassen des Bildes luftdicht abgedichtet. Das Laminieren eines Bildes ist kostengünstig, geht relativ einfach von der Hand und kann auch von einem Laien mühelos bewerkstelligt werden: Fixaktivsprays, die es im Künstlerfachgeschäft zu kaufen gibt, können einfach aufgesprüht werden und bieten den Vorteil, dass sie das Bild nicht nur vor dem schädlichen Wasserdampf schützen, zudem blocken sie auch zuverlässig die UV-Strahlen der Sonne ab. Die Alternative zu einer Laminierung des Bildes ist, den Bilderrahmen nach dem Einlassen des Bildes mit Feuchtraumsilikon zu versiegeln, was den Vorteil hat, dass sich in den Ritzen und Spalten kein Schimmel bilden kann. Nachteil dieser Methode ist, dass es mitunter etwas aufwendiger sein kann, das eingelassene Bild zu wechseln, da das Feuchtraumsilikon mühsam mit einem Silikonentferner entfernt werden muss.

Wie kann man den Bilderrahmen aufhängen?

Wer einen Bilderrahmen im Badezimmer aufhängen will, sollte aus Sicherheitsgründen auf Schraubhaken vertrauen, die mittels eines Dübels in die Wand eingelassen werden. Um die Fliesen nicht zu beschädigen, ist es sinnvoll, die Bohrlöcher in die Fugen zu setzen, zumal dies auch den Vorteil hat, dass man sich nicht mühevoll durch harte Feinsteinzeug- oder Natursteinfliesen bohren muss. Damit ein einfaches Nachjustieren des Bilderrahmens möglich ist, sollte zwischen die Befestigungsösen ein Draht gespannt werden, den man in die Schraubhaken einhängt. Ein schöner Nebeneffekt dieser Aufhängungsart ist, dass sich der Bilderrahmen in einer leichten Kipplage befindet, was nicht nur edel aussieht, sondern auch einen besseren Blick auf das Bild gestattet.

Gastartikel von: Steve Lohse


Das könnte sie auch interessieren