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Balkoninstandsetzung

Reparieren, Renovieren oder Sanieren – Tipps zur Balkoninstandsetzung

Hausbesitzer haben immer etwas zu reparieren oder sind am renovieren. Wer sich bei seinem Eigentum nachlässig verhält wird nicht lange Freude daran haben. Ein besonderes Auge sollte man immer auf den Zustand seiner Balkone haben. Sie sind jedem Wetter ausgesetzt und daher besonders anfällig für Schadstellen, die wenn sie nicht beseitigt werden, zu größeren Schäden führen, die enorme Kosten verursachen können oder schlimmstenfalls lebensgefährlich sind.

Wie sollte bei einer Sanierung vorgegangen werden?

Balkonsanierung. - © Martin Schlecht - Fotolia.com
Balkonsanierung. - © Martin Schlecht - Fotolia.com

Als erstes sollte der Balkon gründlich nach Schäden abgesucht werden. Sichtbare Risse im Beton verursachen bei Frost, durch Wassereintritte, das ganze Betonteile abgesprengt werden.

Geländer den gesetzlichen Vorgaben entsprechend nach der Höhe, dem Abstand und der Stabilität überprüfen. Gitterabstände sind staatlich geregelte Vorgaben die eingehalten werden müssen. (entsprechende Regelungen sind für Balkongeländer mit Sprossen oder Füllung nach den jeweiligen gültigen Bauordnungen beim zuständigen Bauamt abrufbar)

Austausch von Materialteilen am Geländer

Wenn am Geländer eine Durchrostung sichtbar ist, ist es zwingend notwendig, diese Teile auszutauschen. Ist ein entsprechender Schweißerpass vorhanden, können Schweißarbeiten auch selbst durchgeführt werden. Günstige Schweißgeräte mit Zertifikat gibt es aktuell beim Expondo Schweißgeräteversand. Nach dem Herausschneiden des defekten Teiles, wird das neue Teil angepasst und nach Anfasen eingeschweißt.
Nach dem Einschweißen wird die Schweißstelle verputzt und für den Grundanstrich vorbereitet. Nach erfolgtem Grundanstrich, kann schon der Farbanstrich, des gesamten Geländers erfolgen. Es empfiehlt sich das gesamte Geländer zu streichen um ein einheitliches Gesamtbild zu erhalten.
Wenn eine Roststelle nur teilweise an den Nahtstellen vorhanden ist, reicht es auch aus dass hier die Naht nach der Reinigung der Beschädigung nachgeschweißt wird.

Sanierung des Balkonbodens

Wenn Schäden am Boden oder dem Belag sichtbar sind, empfiehlt sich zuerst die Entfernung des alten Belages, um die Schäden unter dem Belag richtig taxieren zu können. Bei größeren Schäden an der Grundplatte oder schon sichtbaren Stellen der Armierung muss eine gründliche Sanierung erfolgen, um die einwandfreie Sicherheit zur Nutzung des Balkons wieder herzustellen.
Vorgehensweise zur Bodenplattensanierung.

Die durch fehlerhafte oder undichte Abdichtung entstandenen Wetterschäden erkennt man leicht an Salz-Aufblähungen oder an Wassernasen, die auf den hohen Wassergehalt im Baukörper hinweisen. Diese sichtbar geschädigten, losen Betonteile müssen entfernt werden bis nur noch sichtbare feste Teile vorhanden sind. Nun wird alles mit einer speziellen Betongrundierung, nach den Verarbeitungsangaben des Herstellers, eingepinselt und getrocknet. Danach wird, entsprechend der Größe der Beschädigung und der Angaben des Herstellers, die Reparaturmasse verarbeitet um eine plane Ebene zu erzeugen. Nach dem Austrocknen und der Begehbarkeit, der ausgebesserten Teile, kann die Platte mit spezieller Betonfarbe gestrichen oder mit einem speziellen Bodenbelag versehen werden.

Hier bietet der Handel Beläge in vielen Farbkombinationen, die aus nicht schrumpfendem, unverwüstlichem, lichtbeständigem und wurzelfestem Material hergestellt sind und den hohen Anforderungen an die Belastbarkeit standhalten. Vorher sollte überprüft werden ob die Abdichtung von Balkonplatte zur Hauswand schadhaft ist, damit auch dort die schadhafte Dichtungsmasse entfernt werden kann und mit einer neuen Abdichtung versehen wird.

Abdichten von Anschlüssen und Rinnen am Balkon

Rinnen die offen das Wasser ableiten sollte man um Schäden an der Hauswand zu verhindern an ein Regenfallrohr anschließen. Bei Balkonen mit mittigem Abfluss sollte immer von Zeit zu Zeit überprüft werden ob der Abfluss frei ist. Abflüsse sind dahingehend zu prüfen ob die Gummidichtungen noch intakt sind und keine porösen Stellen aufweisen. Bei Bedarf lassen sich die Anschlüsse, für den Wasserablauf, leicht auswechseln oder eventuell mit Silikon oder Spezialkleber versiegeln.

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Gastartikel von: Robin Daniel


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