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Abwasserleitungen überprüfen

Hauseigentümer in der Pflicht: Abwasserleitungen überprüfen lassen

(mpt-238/11/168). So wie es für Autos die Hauptuntersuchung gibt, so müssen auch Abwasserleitungen regelmäßig überprüft werden. Eigentümer sind dafür verantwortlich, dass auf dem eigenen Grundstück die Kanäle dicht sind und kein Abwasser ins Erdreich entweichen kann. Die Norm DIN 1986 Teil 30 gibt dafür den Rahmen vor. In der neuesten Version hat dabei eine neue Zeitspannenregelung den bisherigen Stichtag abgelöst. Wann die eigenen Abwasserleitungen überprüft werden müssen, sollten Hausbesitzer in einer individuellen Beratung bei ihrer Kommune oder bei Fachbetrieben klären lassen.

Umweltrisiken vermeiden

Dichtheitsprüfung von Abwasserkanälen: Der Check per ferngesteuerter Kamera ist heute zum Standard geworden. Foto: djd/Kanal-Türpe GmbH & Co. KG
Dichtheitsprüfung von Abwasserkanälen: Der Check per ferngesteuerter Kamera ist heute zum Standard geworden. Foto: djd/Kanal-Türpe GmbH & Co. KG

Mit der Überprüfung soll verhindert werden, dass unerkannte Schäden an den Leitungen zu Umweltbelastungen führen. Falls bei der Überprüfung tatsächlich Beschädigungen festgestellt werden, müssen diese daher in bestimmten Fristen ausgebessert werden. Die Details und die Umsetzung in der Praxis variieren dabei von Bundesland zu Bundesland. „Da die Ausführungsbestimmungen jeweils sehr unterschiedlich sind, sollten sich Verbraucher stets vor Ort bei ihrer Verwaltung über die gültigen Vorgaben informieren, bevor sie voreilig aktiv werden“, erklärt Abwasser- und Entsorgungsexperte Uwe Türpe, Inhaber des gleichnamigen Kanalfachbetriebs. Auch wenn aussagekräftige Zahlen noch fehlen, geht der Experte davon aus, dass bei vielen Leitungen Schäden festgestellt werden. „Vor allem ältere Leitungen sind oft anfällig für Undichtigkeiten und bauliche Schäden.“ Mehr Informationen gibt es unter http://www.kanaltuerpe.de/ im Internet.

Check per Kameratechnik

Buchstäblich für Durchblick sorgt dabei moderne Technik: Eine ferngesteuerte Kamera ist heute als Standard für die Kanalinspektion und die Dichtheitsprüfung weit verbreitet. Der Fachmann rät dazu, die verschiedenen Anbieter genau unter die Lupe zu nehmen. Nicht immer sei das günstigste Angebot auch das Beste. Daher, so Uwe Türpe, sollten Hauseigentümer stets verlangen, dass der Betrieb die fachliche Eignung nachweist, etwa mit Zertifikaten oder einem Sachkundenachweis.

Ohne schriftlichen Bericht geht nichts

Vor dem Auftrag sollte man sich umfassend erläutern lassen, wie die Prüfung abläuft. Ohne schriftlichen Inspektionsbericht und eine DVD mit den Aufnahmen der Kamera sei die Prüfung ohnehin nicht zu nutzen, so Türpe weiter. Nach seinen Worten bewegt sich der Preis für eine entsprechende Prüfung bei circa 250 Euro – bei deutlichen Abweichungen davon sollte man vorsichtig sein und nachfragen.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.kanaltuerpe.de/ im Internet.


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